Der Weg, sich „gut genug“ zu fühlen, beginnt oft mit der Erkenntnis, dass wir als „menschliche Leistungsmaschinen“ statt als „menschliche Wesen“ gelebt haben. Wir wurden darauf konditioniert zu glauben, dass unser Wert von unseren Errungenschaften, unserer Produktivität und davon abhängt, wie viel wir von unseren endlosen To-Do-Listen abhaken können (Brown, 2010). Aber was wäre, wenn wir uns die ganze Zeit mit dem falschen Maßstab gemessen hätten?
Die Wahrheit ist: Du warst von Geburt an wertvoll. Dein Wert wird nicht durch deine Leistungen, dein Bankkonto oder die Wahrnehmung anderer bestimmt (Brené Brown, 2010). Doch irgendwo auf dem Weg haben viele von uns gelernt, unser Selbstwertgefühl an externe Bestätigung und ständige Leistung zu knüpfen.
Praktische Wege, sich gut genug zu fühlen
Übe Selbstmitgefühl: Behandle dich selbst mit der gleichen Freundlichkeit, die du einem guten Freund entgegenbringen würdest. Wenn du einen Fehler machst oder deine Erwartungen nicht erfüllst, achte auf deinen inneren Dialog. Ersetze harte Selbstkritik durch Verständnis und Sanftheit (Neff, 2011).
Feiere kleine Siege: Beginne, die kleinen Erfolge in deinem täglichen Leben anzuerkennen. Hattest du ein bedeutsames Gespräch? Hast du für deine Grundbedürfnisse gesorgt? Diese Momente des Präsentseins und der Authentizität sind wichtiger, als wir erkennen (Lyubomirsky, 2008).
Setze Grenzen gegen Perfektionismus: Perfektionismus ist oft eine Maske für die Angst, nicht gut genug zu sein. Übe „gut genug“ in kleinen Bereichen deines Lebens. Sende diese E-Mail ab, ohne sie fünfmal durchzulesen. Lass das Geschirr für morgen stehen. Bemerke, dass die Welt nicht untergeht (Greenspon, 2014).
Umarme dein Menschsein: Du darfst schlechte Tage haben. Du darfst nicht alle Antworten haben. Du darfst ein work in progress sein. Deine Kämpfe machen dich nicht weniger wertvoll – sie machen dich menschlich (Brené Brown, 2010).
Konzentriere dich aufs Sein, nicht aufs Tun: Plane Zeit nur für das Sein. Das könnte Meditation, Spaziergänge in der Natur oder einfach ruhiges Sitzen mit einer Tasse Tee sein. Schätze diese Momente genauso wie produktive Aktivitäten (Kabat-Zinn, 2005).
Der Wechsel von externer zu interner Bestätigung
Die Transformation von „nicht genug“ zu „gut genug“ erfordert einen Wechsel von der Suche nach externer
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