Reflect with Juliane

Transformationsreise: Deine Motivation – Wie du erschaffst, aufbaust und was dich antreibt

Deine Erfahrung und Erlebnisse sowie deine Ziele stehen für mich an erster Stelle

Forschungen aus der Positiven Psychologie und der Wohlbefindensforschung zeigen konsistent, dass ein Leben in Übereinstimmung mit den eigenen Werten, Zielen und dem Selbst – eine Form von Integrität – stark mit höherem Glück, Lebenszufriedenheit und psychischem Wohlbefinden verbunden ist. Um ein wirklich sinnvolles, erfülltes und glückliches Leben zu führen, ist es wichtig, nicht nur darüber nachzudenken, was wir erreichen oder besitzen wollen, sondern wie wir unser Leben erfahren möchten – die Qualität unserer Tage, unsere Gefühle, unsere Beziehungen und wie unsere Energie durch das Leben fließt.

In der Reflexionsübung hast du dir deinen perfekten Tag vorgestellt und dann überlegt, was das für dich bedeuten würde und welche Ziele ihn unterstützen würden. Diese Übung zeigt, dass Ziele nicht nur als zu erreichende Punkte existieren; sie müssen sinnvoll sein und mit dem Leben verbunden, das wir führen möchten. Ziele, die nur um des Erreichens willen existieren – um uns selbst zu beweisen, Erwartungen zu erfüllen oder Aufgaben abzuhaken – können leer wirken und uns in Muster des Strebens treiben, die unser Wohlbefinden nicht wirklich vertiefen. Tatsächlich ist es oft das gefühlte Erleben unseres Lebens – wie wir uns bewegen, ausruhen, Beziehungen gestalten, kreieren und beitragen –, das Zielen ihren eigentlichen Sinn verleiht.

Gleichzeitig wächst in der psychologischen Forschung die Erkenntnis, dass viele Menschen Ziele aus einem Ort von Druck statt Verbindung verfolgen – getrieben vom Bedürfnis, sich „gut genug“ zu fühlen, Misserfolg zu vermeiden oder äußeren Standards zu entsprechen. Perfektionismus und Imposter-Gefühle nehmen in der Gesellschaft zu, und Studien zeigen, dass dieser Leistungsdruck um der Leistung willen nicht mit größerem Glück verbunden ist. Stattdessen ist er stark mit Selbstzweifeln, Stress, Erschöpfung, Burnout und geringerem allgemeinen Wohlbefinden assoziiert (Tenhulzen et al., 2023; Pákozdy et al., 2023). Mit anderen Worten: Der Versuch, perfekt zu leisten oder immer mehr zu erreichen, kann einen Zyklus aus Angst und Erschöpfung erzeugen, der uns von dem entfernt, was uns wirklich wichtig ist.

Hier wird die Idee der Integrität zentral. Mit Integrität zu handeln bedeutet, unser Verhalten mit unseren Werten und Zielen in Einklang zu bringen, die in Bedeutung verwurzelt sind – nicht einfach äußeren Erfolgskriterien hinterherzulaufen. Integrität umfasst, ehrlich zu uns selbst zu sein, was uns wichtig erscheint, Ziele zu wählen, die mit unserem inneren Leben resonieren, und unser Verhalten von diesen Prioritäten leiten zu lassen. Wenn Ziele und Verhalten übereinstimmen, verringern wir innere Konflikte, stärken unser Gefühl von Handlungsfähigkeit und Selbstvertrauen und schaffen ein Leben, das kohärenter und sinnstiftender wirkt.

Mehrere Forschungsrichtungen unterstützen dies. Studien zur Authentizität – dem Leben gemäß dem wahren Selbst – zeigen konsistent, dass sie mit höherer Lebenszufriedenheit, emotionalem Wohlbefinden und Engagement in sinnvollen Aktivitäten verbunden ist. Menschen, die authentisch handeln, berichten über geringeren Stress und eine stärkere Verbindung zwischen ihren Entscheidungen und inneren Werten (Sutton, 2020). Forschungen auf Grundlage der Selbstbestimmungstheorie betonen, dass Menschen, die Ziele verfolgen, die mit ihrer intrinsischen Motivation – Wachstum, Verbindung und persönlicher Sinnhaftigkeit – übereinstimmen, ein höheres psychologisches Wohlbefinden erleben als Menschen, die von externem Druck oder Verpflichtungen geleitete Ziele verfolgen (Ryan & Deci, 2018). Weitere Studien zeigen, dass Menschen, die reflektieren und handeln, um auszudrücken, was ihnen wirklich wichtig ist – anstatt zu tun, was andere erwarten –, stärkere Resilienz, höheres Selbstwertgefühl und tiefere Lebensbedeutung erfahren (Huta & Waterman, 2014).

Praktisch betrachtet deutet diese Forschung darauf hin, dass die Kraft der Integrität nicht nur darin liegt, sinnvolle Ziele zu benennen, sondern diese bewusst umzusetzen. Es reicht nicht, Ziele zu haben; für das Wohlbefinden ist entscheidend, dass wir Ziele verfolgen, die unsere tieferen Werte und unsere gelebte Erfahrung widerspiegeln und dass wir dies auf eine Weise tun, die uns stärkt, statt zu erschöpfen. Wenn wir uns auf das wirklich Bedeutungsvolle konzentrieren und dies unsere kurz- und langfristigen Ziele leitet, fördern wir Wohlbefinden, das nicht nur momenthaft, sondern nachhaltig und tief in unserer Identität verwurzelt ist.

Literaturverzeichnis 

Huta, V., & Waterman, A. S. (2014). Eudaimonia and its distinction from hedonia: Developing a classification and terminology for understanding conceptual and operational definitions. Journal of Happiness Studies, 15(6), 1425–1456.

Pákozdy, A. et al. (2023). The imposter phenomenon and its relationship with self‑efficacy, perfectionism and happiness in university students. Current Psychology.

Ryan, R. M., & Deci, E. L. (2018). Self‑determination theory: Basic psychological needs in motivation, development, and wellness. Guilford Press.

Sutton, A. (2020). Living the good life: A meta‑analysis of authenticity, well‑being and engagement. Personality and Individual Differences, 153, 109645.

Tenhulzen, K. A., Claridge, A. M., Baker, K., & Carlson, K. (2023). There is no “one right way”: Perfectionism, imposterism, and well‑being in child life training and practice. The Journal of Child Life: Psychosocial Theory and Practice.

Geh' den ersten Schritt

Buche einen kostenfreien 20-Minuten Termin zum Kennenlernen.

Themenfeld

AdobeStock_395368056
AdobeStock_172898062
AdobeStock_275606486

Über mich

Ueber_mich
Kontakt